Am 10. September 2009 wurden die überarbeiteten Ufnau-Projekte 2009 vorgestellt. Diese fanden in Fachkreisen und Medien ein gutes Echo. Während rund zweieinhalb Jahren haben Bauherrschaft, Planer und Vertreter vom Schweizer Heimatschutz und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz in einem intensiven Arbeitsprozess die Gastwirtschaftsprojekte 2006 einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Bauherrschaft und Fachgremium bemühten sich den hohen rechtlichen und kulturellen Ansprüchen der Ufnau gerecht zu werden. Das Ergebnis darf sich zeigen! Es wurde zur Kenntnis genommen, dass der geplante Ersatzbau für den Gastwirtschaftsbetrieb in seiner Grösse gegenüber dem Projekt 2006 deutlich reduziert und neu an einem der Insel wohlwollenden und weniger exponierten Standort positioniert wurde. Das Ergebnis darf sich zeigen!
Das Sommerrestaurant wird nördlich des alten Gasthauses platziert. Die Betonung des Hofcharakters stösst auch in Fachkreisen auf breite Sympathie. Architekt Peter Zumthor vergleicht Gasthaus, Sommerrestaurant und Scheune mit dem Bild von drei Gästen, die friedlich an einem Tisch sitzen und es gemütlich haben. Er symbolisiert damit auch das Resultat des intensiven Prozesses. Der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz stehen für die Projekte ein. WWF Schweiz, Pro Natura und Rheinaubund akzeptieren die vorgeschlagenen Lösungen und die lokalen Institutionen Stiftung Frauenwinkel und Zürichsee Landschaftsschutz sehen keinen Anlass zur Intervention. Die Organisationen anerkennen neben den Bemühungen zur Erhaltung von Natur und Kultur auch das Engagement für gute Architektur.
Viele Bewohner rund um den Zürichsee wissen von der Einstellung des Klosters Einsiedeln zur Gastfreundschaft. Diese zeigt sich auf der Klosterinsel ganz besonders! Ufnau-Freunde gründeten in Anerkennung dieser Haltung ihren Förderverein. Der Vereinsvorstand ist überzeugt, dass sich der grosse Aufwand der Projektüberarbeitung gelohnt hat. Der hohe Rechtsstatus der Ufnau und die Ansprüche des Landschafts- und Denkmalschutzes waren dabei stets die massgebenden Wegweiser. Bauherrschaft und Kloster sind zuversichtlich, dass die zuständigen Behörden die Bewilligungsfähigkeit der Projekte 2009 erkennen und diese eine Zukunft haben.