Immer wieder fällt im Zusammenhang mit der Insel Ufnau das Stichwort Gastfreundschaft. Sie ist in der Regel des heiligen Benedikt verankert und demzufolge ein zentrales Anliegen des Klosters Einsiedeln. Der «Cellerar», so die Regel im Kapitel 31, soll sich um die Gäste «mit grosser Sorgfalt» kümmern. «Der Abt habe seinen Tisch immer mit Gästen und Pilgern gemeinsam», besagt die Regel im Kapitel 56; insgesamt beschäftigen sich nicht weniger als 24 Hinweise mit der Aufnahme und dem Umgang mit Gästen. Mit diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass die Insel Ufnau, obwohl sie im Privatbesitz des Klosters Einsiedeln ist, für Gäste immer offen war und auch bleiben wird. Der Tradition folgend, dass die Gastfreundschaft auf der Ufnau einen hohen Stellenwert hat, wird der dazu erforderliche Raum mit Infrastruktur im neuen Sommerrestaurant geschaffen. Unter dem grossen Dach entsteht Platz, wo die Gäste geschützt vor Wind und Wetter einkehren können. Das Angebot im Sommerrestaurant soll einfach und gut sein, die Atmosphäre im Gastgarten freundlich und heiter. Die sanitären Anlagen sind öffentlich und stehen allen Besuchern zur Verfügung.
Rösli Lötscher ist ab 2007 Wirtin auf der Ufnau Die Gastfreundschaft auf der Ufnau ist das zentrale Anliegen des Klosters Einsiedeln. Deshalb soll auch während der ganzen Zeit der Renovation der Gebäulichkeiten auf der Ufnau ein einfaches Angebot in einem Provisorium bestehen bleiben. Mit der Zusage von Frau Rösli Lötscher, der ehemaligen Meinrad-Wirtin, konnte eine Person gefunden werden, welche die Gastfreundschaft auch während der Bauphase in Ehren halten wirds.